Rückblick auf das Straßenmusikfestival

In der Prinzregentenstraße in Ludwigshafen, laut Anwohner die schönste Straße in Ludwigshafen, fand am Samstag das erste Straßenmusikfestival seit langer Zeit statt. Leider war uns das Wetter nicht wohl gesonnen, so fanden wir uns ab ca. 16:30 in einem immer stärker werdenden Regen wieder. Die Besucherzahl war deshalb auch relativ gering, Passanten, die die Straße als Passage zum Einkaufszentrum nutzten, blieben zwar oft stehen, verweilten aber nicht sehr lange. Abends wurde es dann immer kühler, die Feuchtigkeit kroch überall rein.

Nichts desto trotz hielten alle Musiker bis abends durch und präsentierten sich etwa dreimal an 4-5 Stellen ihrem Publikum. Zu meiner Überraschung bot ein Anwohner seinen privaten Pavillon an, damit man darunter ein wasserabweisendes Dach hatte. Vielen Dank dafür! 🙂 Das war super!

Es gab zwei laute Spots, an denen Bands spielten, die auf Strom angewiesen waren. Dort war auch eine Punk Band zu hören. Zwei Spots – das Zelt des Veranstalters Musik- und Kulturvereins Klanghaus und der Platz, an dem ich das Zelt vom Anwohner bekommen und aufgestellt hatte, an denen die mehr oder weniger „Stromlosen“ ihr Repertoire zum Besten gaben.
Ich hatte meinen StreetCube dabei, war durch die Akkus nicht auf Strom angewiesen und konnte mich dadurch gegen die lauten Bands behaupten. Zwei Sets spielte ich am selben Platz, dazwischen drei Duos mit Gitarren und Ukulele und ein Alleinunterhalter.
Zwei davon möchte ich hervorheben:
Windflüchter und Ariadnes Beard.. Windflüchter war ein Duo mit Gitarre und Sängerin, beide präsentierten gefühlvolle Songs, das war sehr schön dabei zuzuhören. Ariadnes Beard spielen Folk (irisch, schottisch, britisch), der auf den Punkt kommt und mit Gitarre, Percussion und zwei klaren Stimmen wunderbar an das Publikum getragen wird.
Link zu den Bands: Windflüchter, Ariadnes Beard

Für mich war das eine neue Erfahrung. Es ist ganz klar etwas anderes, auf der Strße zu stehen anstatt in einem Pub oder auf einem Konzert zu spielen. Dort sieht man die ganze Zeit über dieselben Leute, kann mit dem Publikum arbeiten.
Auf der Straße bist Du darauf angewiesen, dass die Leute stehen bleiben und in Deinen Hut oder Koffer etwas rein werfen. Man muss die Passanten direkt zum anhalten bewegen, gleichzeitig aber bei der Performance damit klar kommen, dass sie sich nicht für einen interessieren. Das ist nicht einfach. Aber es hat mir viel Spaß gemacht! 🙂
..und schließlich blieben auch einige stehen, bis zum Schluss, und haben es genossen, an einem Samstag mitten in ihrer Straße so viel Musik für lau präsentiert zu bekommen.

Nachberichts-Artikel der Rheinpfalz Zeitung

Ich komme nächstes Jahr gerne wieder, bei hoffentlich besserem Wetter 😉

Hier noch ein paar Bilder und einen Video-Link. Dabei spielte ich gerade Creep von Radiohead und man hört am Ende deutlich eine Band und deren Schlagzeuger, die in dem Moment los legten..


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